Website selber erstellen: die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbstständige
Aktualisiert: 27. Aug.

Du möchtest deine Website selber erstellen aber bist überfordert, wo man am besten anfängt? Worauf man achten sollte? Dann hast du jetzt die Anleitung gefunden, die dir keine andere Webagentur gibt. Wir erklären dir Schritt für Schritt und zu 100% ehrlich worauf es wirklich ankommt.
Die Good News ganz am Anfang: Mit Wix brauchst du keinerlei Programmierkenntnisse (Warum wir auf Wix setzen). Denn es scheitert fast nie an der Technik. Woran es fast immer scheitert, ist die Reihenfolge: die meisten öffnen den Baukasten und fangen an zu schieben, bevor sie wissen, was am Ende dabei rauskommen soll.
Deswegen ist das hier keine Liste mit fünf Tipps, sondern die Reihenfolge, die dich tatsächlich voran bringt. 23 Schritte in 5 Phasen. Arbeite sie der Reihe nach ab, und deine Website wird kein Dauerbaustellen-Projekt.
Ganz am Ende sagen wir dir auch ehrlich, was du lieber nicht alleine machen solltest. Denn manche Sachen schaden deiner Website mehr, als dass sie etwas bringen wenn es nicht richtig gemacht ist.
Phase 1: Vorbereitung, bevor du Wix überhaupt öffnest
Diese Phase überspringen fast alle und genau deshalb dauert der Rest dann dreimal so lang. Rechne mit ein paar Tagen, in denen du nichts baust, sondern denkst und schreibst.
Schritt 1: Leg fest, was deine Website tun soll
Nicht „gut aussehen". Was soll konkret passieren, wenn jemand auf deiner Seite landet?
Soll sie Anfragen bringen? Termine? Verkäufe im Shop? Anmeldungen zum Newsletter? Entscheide dich für ein Hauptziel. Ein zweites darf mitlaufen, mehr nicht. Eine Website, die alles gleichzeitig will, macht am Ende nichts davon. Schreib das Ziel auf einen Zettel und leg ihn neben den Laptop. Jede spätere Entscheidung - Struktur, Text, Button, Farbe - misst sich daran.
Schritt 2: Werd dir klar, für wen du schreibst
Du schreibst nicht für „alle, die Interesse haben". Du schreibst für eine bestimmte Person mit einem bestimmten Problem.
Beantworte drei Fragen schriftlich: Was beschäftigt diese Person, bevor sie dich findet? Womit hat sie es woanders schon erfolglos versucht? Und was muss sie glauben, damit sie dir schreibt?
Das klingt nach Marketing-Übung, ist aber der Unterschied zwischen „Ich biete Ernährungsberatung an" und „Du hast schon drei Diäten hinter dir und willst endlich wissen, was für deinen Körper stimmt". Der zweite Satz verkauft, der erste beschreibt nur.
Schritt 3: Bau deine Seitenstruktur auf Papier
Bevor du eine einzige Seite anlegst, zeichne, welche Seiten es geben soll und wie sie zusammenhängen. Das nennt sich Sitemap und geht auf einem Blatt Papier besser als in jedem Tool.
Für den Anfang reichen fast immer:
Startseite — Überblick und Wegweiser
Über dich — Vertrauen
Angebot — was du machst, gern eine Unterseite je Leistung
Kontakt — die Möglichkeit, dich zu erreichen
Impressum und Datenschutz — Pflicht, dazu gleich mehr
Lieber vier Seiten, die etwas sagen, als zehn, die sich wiederholen. Und ein Tipp aus der Praxis: Wenn du zu einer Seite nicht in einem Satz sagen kannst, warum es sie gibt, braucht es sie nicht.
Schritt 4: Schreib deine Texte, bevor du designst
Das ist der Schritt, an dem die meisten hängenbleiben, und der, der am meisten bringt.
Text zuerst, Design danach. Wer erst das Layout baut und dann Text hineinfüllt, schreibt automatisch so viel, wie das Kästchen hergibt - statt so viel, wie die Sache braucht. Danach ist der Text zu kurz, zu lang oder inhaltsleer.
Schreib pro Seite in ein leeres Dokument: eine Hauptüberschrift, drei bis fünf Zwischenüberschriften, und darunter, was du zu sagen hast. In deiner Sprache, ohne Fachbegriffe. Wenn du beim Lesen selbst gähnst, gähnt deine Kundin auch.
Und lies jeden Absatz einmal laut. Wo du stolperst, stolpert sie auch.
Schritt 5: Sammle deine Bilder
Menschen kaufen von Menschen. Der häufigste Fehler auf selbst gebauten Websites ist kein einziges echtes Bild.
Investier in ein Brandingshooting - investier in dich. Und wenn das gerade nicht geht, mach mit dem Handy vernünftige Fotos bei Tageslicht am Fenster, statt Stockfotos von lachenden Menschen mit Kaffeetassen zu nehmen, die niemandem etwas bedeuten.
Sortier die Bilder in einen Ordner und benenn sie gleich richtig. Warum, kommt in Schritt 14.
Profitipp: Wandle deine Bilder in .webp um. Das ist das Fotoformat extra für Websites. Dadurch wird deine Website nicht so schwer und hat eine schnellere Ladezeit.
Du bist jetzt schon überfordert und denkst dir "Das gehört alles zu einer Website?? So viel Zeit hab ich doch nicht!"... keine Sorge: wir unterstützen dich gerne beim Aufbau deiner Brand und Website. Und wenn du dir denkst "Ach ich mach das einfach einmal irgendwie, das wird schon" können wir dir auch nur stark davon abraten. Wer einmal schnell schnell macht, ärgert sich Monate und Jahre lang, dass nichts funktioniert und weitergeht. Unsere Empfehlung: einmal investieren & langfristig zufrieden sein und Anfragen generieren :)
Phase 2: Deine Website aufbauen
Jetzt darfst du Wix öffnen. :)
Schritt 6: Entscheide dich für die richtige Wix-Version
Wix ist nicht gleich Wix. Es gibt inzwischen drei Wege, und welcher der richtige ist, hängt davon ab, wer baut und wie komplex es werden soll. Als Wix-Partner arbeiten wir mit allen dreien und wählen bewusst aus - für dich als Selbstbauerin ist die Entscheidung schnell getroffen.
Wix Editor ist der klassische Drag-and-drop-Baukasten. Ideal, wenn du selbst Hand anlegen willst und eine klare, überschaubare Website brauchst. Einfach, schnell, verständlich. Für die allermeisten Solo-Selbstständigen ist das der richtige Weg.
Wix Studio ist die professionelle Plattform für Agenturen und Designerinnen. Hier arbeiten wir mit echtem responsivem Design, das sich sauber an jede Bildschirmgröße anpasst, mit feineren Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Kontrolle über jedes Detail. Es bietet zwar mehr Freiheit, ist aber deutlich komplexer. Ohne Vorerfahrung wird man hier schnell überfordert: Textfelder, die komisch verschoben sind, Bilder, die nicht dort landen, wo sie hingehören, und vieles mehr.
Wix Harmony gibt es seit 2026 und ist die neueste Generation. Harmony ist ein KI-gestütztes System zum Bauen von Webseiten - über Prompts lassen sich Dinge direkt auf der Website anpassen. Aufpassen musst du hier trotzdem: Was dabei entsteht, gehört sorgfältig geprüft und meist händisch nachgearbeitet. Harmony richtet sich an Menschen mit wenig Zeit oder wenig technischem Wissen und gibt ihnen die Möglichkeit, selbstständig Dinge auf ihrer Website anzupassen.
Unsere Empfehlung fürs Selbermachen: fang mit dem Editor an. Er ist verzeihend, verständlich und für eine Website mit vier bis fünf Seiten völlig ausreichend. Studio ist ein Werkzeug für Menschen, die täglich damit arbeiten.
Und ein Hinweis, der später viel Ärger spart: Ein Wechsel zwischen den Systemen ist kein Knopfdruck. Eine Website im Editor lässt sich nicht einfach in Studio übertragen.
Schritt 7: Template wählen und zu deinem machen
Wir empfehlen Personen, die noch keine Erfahrung mit Website bauen haben sich eine Vorlage auszusuchen und diese anzupassen. Das erleichtert vieles. Wix hat tausende Vorlagen. Nimm eine, deren Struktur zu deiner Sitemap aus Schritt 3 passt, nicht eine, deren Farben dir gefallen. Farben änderst du in fünf Minuten, Struktur nicht.
Und dann mach die Vorlage zu deiner: eigene Bilder, eigene Farben, eigene Schriften, eigene Texte. Eine Vorlage, die man als Vorlage erkennt, wirkt beliebig - und Beliebigkeit ist das Gegenteil von Marke.
Schritt 8: Leg Farben, Schriften und Weißraum fest
Bevor du die erste Seite baust, definier deine Gestaltungsregeln.
Maximal drei Farben: eine Hauptfarbe, eine Akzentfarbe für Buttons, eine ruhige Hintergrundfarbe
Maximal zwei Schriften: eine für Überschriften, eine für Fließtext
Weißraum ist kein verschenkter Platz. Luft zwischen Absätzen und Abschnitten ist der am meisten unterschätzte Designfaktor überhaupt. Hier steht, warum
Wenn dir eine Seite zu leer vorkommt, ist sie meistens genau richtig.
Schritt 9: Bau die Startseite in dieser Reihenfolge
Die Startseite ist kein Sammelbecken, sondern ein Weg. Diese Reihenfolge funktioniert bei fast allen Selbstständigen:
Der obere Bereich: eine Überschrift, die sagt, was du für wen tust. Nicht dein Firmenname - den kennt sie noch nicht und das ist auch gar nicht das wichtigste. Darunter ein Satz zur Erklärung und ein Button.
Das Problem: zeig, dass du verstehst, womit sie gerade kämpft.
Dein Angebot: zwei bis vier Leistungen, jeweils kurz, jeweils mit Link auf die passende Unterseite.
Über dich: ein Bild, ein paar echte Sätze, warum du das machst.
Vertrauen: Kundenstimmen, Logos, Zahlen, Referenzen — was immer du hast.
Der Abschluss: noch einmal derselbe Button wie oben.
Der wichtigste Teil ist der obere Bereich. Was dort steht, entscheidet, ob überhaupt jemand weiterscrollt.
Schritt 10: Bau die Unterseiten
Jede Unterseite braucht ein eigenes Thema und eine eigene Hauptüberschrift. Zwei Seiten, die dasselbe erzählen, konkurrieren später bei Google gegeneinander - und dann rankt keine von beiden.
Auf der Angebotsseite: was ist drin, für wen ist es, wie läuft es ab, was kostet es. Vor allem der Ablauf beruhigt - die Unsicherheit „wie läuft das eigentlich" hält mehr Menschen von einer Anfrage ab als der Preis.
Schritt 11: Setz deine Call-to-Actions
Die meisten Besucherinnen brauchen einen Hinweis, was sie tun sollen. Sonst schauen sie und gehen wieder.
Auf jede Seite gehört mindestens eine klare Handlungsaufforderung: „Jetzt Termin buchen", „Kostenloses Erstgespräch vereinbaren", „Schreib mir". Immer derselbe nächste Schritt, damit keine Wahl entsteht - Auswahl klingt großzügig, führt aber dazu, dass gar nichts passiert.
Und teste jeden Button wirklich. Nicht getestete Formulare sind der häufigste stille Fehler auf selbst gebauten Websites.
So... jetzt hast du deine Website designt. Und jetzt haben wir leider eine schlechte Nachricht: jetzt kommt der richtig nervige Teil: SEO. Ja... leider gehört bisschen Technikkram auch zu einer Website. Denn ohne das, sieht deine Website zwar schön aus, aber niemand findet sie. Du hast null Bock darauf? Dann übernehmen wir ab hier gerne! Wir beraten dich noch einmal, was auf deiner Seite noch angepasst gehört und erledigen dann die SEO-Optimierung für dich - damit du am Ende auch wirklich Anfragen bekommst!
Phase 3: Damit dich auch jemand findet
Eine schöne Website, die niemand sieht, ist ein teures Hobby. Diese vier Schritte sind das Minimum (komplizierter und aufwendiger geht immer).
Schritt 12: Leg deine Keywords fest
Überleg dir, was jemand googeln würde, um dich zu finden: „Website erstellen Graz", „Kinesiologie Graz", „Ernährungsberatung online". Das sind Keywords.
Kleiner Insider: Die großen, offensichtlichen Begriffe sind meist hart umkämpft und werden seltener gesucht, als man denkt. Die konkreten Suchanfragen - „Ernährungsberatung Wechseljahre Graz" - bringen weniger Besucherinnen, aber genau die richtigen.
Leg pro Seite ein Hauptkeyword fest und schreib es dir zur Seitenstruktur dazu.
Schritt 13: Bring deine Überschriften in Ordnung
Überschriften sind für Google das Inhaltsverzeichnis deiner Seite. Sie sind keine Gestaltungselemente, auch wenn Wix sie so anbietet.
Eine H1 pro Seite. Nur eine. Sie enthält das Hauptkeyword dieser Seite.
H2 für die Hauptabschnitte, H3 für Unterpunkte darin.
Keine Ebene überspringen. Nach H2 kommt H3, nicht H4.
Wenn dir eine Überschrift zu groß aussieht, ändere die Schriftgröße, nicht die Ebene. Genau das ist der Fehler, der auf gefühlt jeder zweiten Website steckt.
Schritt 14: Bildtitel und Alt-Texte
Google ist blind. Punkt. Die Suchmaschine braucht kurze Bildbeschreibungen, um zu verstehen, was zu sehen ist - Menschen mit Sehbeeinträchtigung übrigens auch.
Also nicht einfach hochladen, sondern beschreiben: „Portrait von Werbeagenturinhaberin und Grafikdesignerin Mila Panic aus Graz im Agenturstudio der MIPA Agentur."
Und jetzt das Detail, das fast alle verwechseln: Der Alt-Text ist nicht der Bildtitel. Schon bevor du das Bild hochlädst, muss die Datei richtig heißen. Hier scheiden sich die Geister, unsere Empfehlung: drei Wörter, Keywords, getrennt mit Unterstrich. Also branding_agentur_graz.jpg statt IMG_4471.jpg.
Deshalb der Ordner aus Schritt 5. Nachträglich alle Dateien umzubenennen und neu hochzuladen, ist eine Strafarbeit.
Schritt 15: Seitentitel, Meta-Beschreibung und URL
Die drei Felder findest du in Wix bei jeder Seite unter den SEO-Einstellungen. Leer gelassen kosten sie dich mehr Sichtbarkeit als jeder andere Einzelfehler.
So nicht: Seitentitel: Agentur URL: mipa-agentur.at/agentur Meta-Beschreibung: leer
So: Seitentitel: MIPA – die Werbeagentur für Frauen in Graz URL: mipa-agentur.at/graz-werbeagentur Meta-Beschreibung: MIPA: Werbeagentur für Frauen in Graz. SEO, Webdesign, Social Media und Branding. Wir machen deine Expertise online sichbar.
Was denkst du, worauf klickt jemand? Die Meta-Beschreibung ist der kurze Text, den du auf Google unter dem Titel siehst. Sie entscheidet, ob geklickt wird. Halte dich an rund 60 Zeichen beim Titel und rund 150 bei der Beschreibung, sonst schneidet Google ab.
Phase 4: Rechtssicher und startklar
Auch das gehört zum Website bauen dazu...
Schritt 16: Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner
In Österreich brauchst du Impressum und Datenschutzerklärung, und zwar als zwei getrennte Seiten. Das ist keine Formsache, sondern Pflicht, und einer der häufigsten Gründe für Abmahnungen bei neuen Websites.
Dazu kommt ein Cookie-Banner, sobald du Analyse-Tools oder eingebettete Inhalte nutzt. Wix bringt dafür eine Funktion mit.
Und weil hier viel schiefgehen kann: Nimm keinen Text von einer anderen Website. Wir raten auch sehr stark davon ab, es einfach mit der KI erstellen zu lassen. Datenschutz ist in Österreich ein sehr sensibles Thema und da kannst du richtig Probleme bekommen - es ist der eine Bereich, in dem Selbermachen wirklich riskant wird. Wir empfehlen deine Website einmal von einem/r Datenschutzexperten/in prüfen zu lassen.
Schritt 17: Prüf die mobile Ansicht
Die Mehrheit deiner Besucherinnen kommt vom Handy. Wix hat dafür eine eigene Mobilansicht, die du separat bearbeiten kannst - und die fast nie automatisch gut aussieht. Das ist manchmal leider etwas Fummelarbeit aber muss gemacht werden.
Geh jede Seite am Handy durch: Sind Überschriften zu groß? Überlappt etwas? Ist der Button mit dem Daumen erreichbar? Muss man seitlich scrollen? Und ganz wichtig: Wie weit muss man scrollen, bis der erste wichtige Satz kommt?
Profitipp: Niemals etwas in der mobile Ansicht löschen, denn dann löscht du es auch in der Desktop-Version. Wenn du ein Element nicht in der mobile Ansicht haben willst, kannst du dieses ausblenden.
Schritt 18: Kümmer dich um die Ladezeit
Große Bilder sind die häufigste Ursache für langsame Wix-Seiten. Checke noch einmal, ob du all deine Fotos in .webp umgewandelt hast. Eine Sekunde mehr Ladezeit kostet dich messbar Besucherinnen, und für Google ist Geschwindigkeit ein Rankingfaktor.
Schritt 19: Domain sichern und Paket buchen
Jetzt, kurz vor dem Livegang, kümmerst du dich um Domain und Paket. Solange du baust, brauchst du beides nicht, und du zahlst sonst monatelang für eine Seite, die niemand sieht.
Deine Domain ist deine Adresse. Nimm deinen Firmen- oder deinen eigenen Namen, kurz, ohne Bindestriche und ohne Zahlen. Für Österreich ist .at die naheliegende Endung, .com geht auch, wenn du international arbeitest.
Ohne kostenpflichtiges Paket bleibt Wix-Werbung auf deiner Seite und du bekommst keine eigene Domain. Für eine Business-Website ist das keine Option, das kleinste kostenpflichtige Paket reicht aber in der Regel völlig.
Ein Hinweis, falls du schon eine Domain hast: Bis eine bestehende Domain vollständig umgezogen ist, können bis zu achtundvierzig Stunden vergehen. Plan den Puffer ein und leg den Livegang nicht auf einen Freitagnachmittag.
Schritt 20: Die Testrunde vor dem Livegang
Geh diese Liste einmal komplett durch, bevor du auf Veröffentlichen klickst:
Funktioniert jedes Formular? Kommt die Mail wirklich an, auch im Spam-Ordner geprüft?
Funktioniert jeder Link und jeder Button?
Hat jede Seite Titel, Meta-Beschreibung und saubere URL?
Hat jedes Bild einen Alt-Text?
Hat jede Seite genau eine H1?
Stimmen Telefonnummer, E-Mail und Adresse überall identisch?
Sind Impressum und Datenschutz verlinkt und erreichbar?
Sieht alles am Handy gut aus?
Lies alle Texte ein letztes Mal laut
Lass jemanden drüberschauen, der dein Angebot nicht kennt. Was diese Person nicht in dreißig Sekunden versteht, versteht auch deine Kundin nicht.
Phase 5: Nach dem Livegang
Die Website ist online. Jetzt fängt der Teil an, den fast alle auslassen.
Schritt 21: Melde deine Website bei Google an
Richte die Google Search Console ein. Die Search Console ist außerdem das einzige Werkzeug, das dir ehrlich zeigt, für welche Suchbegriffe du wirklich gefunden wirst. Alles andere ist Schätzung.
Schritt 22: Leg dein Google-Unternehmensprofil an
Wenn du lokal arbeitest, ist das der stärkste Hebel überhaupt - oft stärker als die Website selbst. Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos, Leistungen.
Profitipp: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf der Website zeichengenau genauso stehen wie im Profil. Unterschiedliche Schreibweisen sind ein aktives Negativsignal.
Schritt 23: Bleib dran
Eine Website ist nicht fertig, sie ist gestartet. Schau regelmäßig in die Search Console, aktualisier Angebote und Preise, ergänz neue Referenzen.
Profitipp: Statische Seiten, die sich nie verändern, sind für Google ein Signal, dass hier möglicherweise niemand mehr aktiv ist und das wirkt sich auf Dauer negativ darauf aus, wie oft und wie gut deine Seite überhaupt gecrawlt wird. Ein Blog ist der einfachste Weg, dagegenzuhalten: ein Artikel im Monat reicht, wichtiger als die Menge ist, dass du wirklich etwas beantwortest, das deine Kundinnen googeln würden. Der Nebeneffekt ist der eigentliche Gewinn: jeder Artikel ist eine neue Tür, über die dich Google zu einem Suchbegriff findet, den deine Hauptseiten nie abdecken würden.
Die bittere Wahrheit: Einmal gebaut und dann für immer erledigt gibt es nicht
Das ist leider die bittere Wahrheit, an der viele langfristig scheitern: eine Website ist nicht einmal gebaut und dann für immer erledigt. Eine Website braucht laufend Pflege. Google ändert regelmäßig seine Algorithmen. Plötzlich werden Dinge abgestraft, die vor ein paar Monaten noch Rankings gebracht haben. Deswegen ist es umso wichtiger, Updates und die Sichtbarkeit seiner Website im Blick zu behalten und schnell zu reagieren, wenn sie anfängt zu fallen. Und eigentlich ist es dann schon zu spät. Denn Google braucht eine gewissen Zeit, bis er Inhalte vollständig ausgelesen und verstanden hat. Wer so lange wartet bis seine Website abfällt und dann erst neue Inhalte hinzufügt oder aktualisiert, verschenkt relevante Zeit, in der Anfragen verloren gehen bis die Website wieder anfängt zu steigen.
Was kostet es, eine Website selber zu erstellen?
Die ehrliche Antwort hat zwei Teile.
Was du an Geld ausgibst, ist überschaubar: ein Wix-Premiumpaket samt Domain und Hosting liegt im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Dazu kommt einmalig ein Brandingshooting, wenn du eines machst, und je nach Anspruch Schriftlizenzen.
Was du an Zeit ausgibst, unterschätzen fast alle. Und genau da entscheidet sich, ob es sich rechnet: Wenn deine Zeit gerade woanders mehr Umsatz bringt, ist eine selbst gebaute Website nicht günstiger, sondern nur anders bezahlt.
Wie lange dauert das alles?
Das ist schwer zu sagen. Es hängt davon ab wie viel Zeit pro Tag/Woche du in deine Website steckst und wie viel Vorwissen in den Bereich Design und Technik du schon hast.
Wir würden schätzen: wenn du fokussiert arbeitest und deine Texte fertig hast: vier bis fünf Wochen für eine Website mit vier bis fünf Seiten. Die Vorbereitung aus Phase 1 macht dabei einen Großteil aus.
Unsere Erfahrung zeigt allerdings, dass man sich alleine oft verzettelt und aus einem Zwei-Monats-Projekt ganz schnell ein Jahr wird - und die Website ist immer noch nicht online. Nicht weil es zu schwer wäre, sondern weil niemand einen Termin setzt und weil man an der Schriftgröße feilt, statt den Kontaktbutton zu bauen.
Setz dir ein Livegang-Datum, bevor du anfängst. Und halt es ein, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Eine Website darf wachsen.
Wann du es selbst machen solltest und wann nicht
Mach es komplett selbst, wenn du gerade startest, dein Budget knapp ist, du gern tüftelst und Zeit hast, dich in Ruhe durch alle dreiundzwanzig Schritte zu arbeiten. Dazu gehört allerdings viel Zeit und Recherche, damit es am Ende wirklich läuft.
Aber ganz ehrlich: die wenigsten schaffen das wirklich allein bis zum Ende, denn irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und das ist auch keine Schande. Deshalb gibt es bei uns drei Wege, je nachdem, wo du gerade stehst.
Du willst selbst bauen, aber nicht allein. Dann ist unser Coaching-Paket genau richtig: du baust deine Website selbst, Schritt für Schritt, und wir sind an deiner Seite. Wir schauen mit, geben Feedback, bevor du dich in eine falsche Richtung verrennst, und sagen dir ehrlich, was fehlt. Genau der Unterschied zwischen einem Jahr Dauerbaustelle und vier Wochen bis zum Livegang.
Du hast die Website selbst gebaut, aber SEO ist dir zu viel. Phase 3 dieser Anleitung - Keywords, Überschriften, Alt-Texte, Meta-Beschreibungen - ist der Teil, an dem die meisten selbst gebauten Websites scheitern, nicht am Design. Genau dafür gibt es unser Paket, bei dem du baust und wir im Anschluss die komplette SEO-Optimierung übernehmen. Deine Website, aber mit den Grundlagen, die dafür sorgen, dass sie auch gefunden wird.
Du hast weder Zeit noch Lust, selbst zu bauen. Dann übernehmen wir das komplette Projekt: von der Struktur über die Texte bis zur SEO-Optimierung, fertig zum Livegang. Der richtige Weg, wenn du schon Kundinnen hast und deine Zeit gerade woanders mehr Umsatz bringt, oder wenn deine bestehende Seite seit Monaten nicht fertig wird.
Und wir sagen dir das auch, wenn für uns nichts dabei rausspringt: Wenn du eine funktionierende Seite hast und nur unsicher bist, brauchst du keine neue Website. Dann brauchst du jemanden, der einmal drüberschaut.
Schau dir an, wie wir dir beim Bauen deiner Website helfen — von der Begleitung bis zur kompletten Umsetzung.
Häufige Fragen zum Website selber erstellen
Kann ich wirklich ohne Vorkenntnisse eine Website bauen?
Ja. Wix funktioniert ohne Programmieren, und du musst kein Technikgenie sein. Was du brauchst, ist Klarheit darüber, was die Seite tun soll.
Ist Wix nur was für Anfängerinnen?
Nein, und das sagen wir als Agentur, die ausschließlich mit Wix arbeitet. Als Einsteigerin kommst du gut zurecht, als Profi baust du damit Websites, Shops und Blogs, die bei Google ganz vorne stehen. Wir haben über 60 Wix-Websites umgesetzt, viele in stark umkämpften Branchen.
Wix oder Wordpress?
Kommt darauf an, wer die Seite danach pflegt. Wix bedeutet keine Updates, keine Plugin-Probleme und keine Entwicklerin, die du für eine geänderte Telefonnummer anschreiben musst. WordPress ist flexibler als der Wix Editor (aber nicht als Wix Studio), verlangt dafür laufende Wartung. Für Solo-Selbstständige ist Wix in fast allen Fällen die vernünftigere Wahl.
Wie viele Unterseiten braucht meine Website?
Für den Anfang vier bis fünf plus die rechtlichen Seiten. Lieber wenige Seiten, die etwas sagen, als zehn, die sich wiederholen.
Brauche ich wirklich Impressum und Datenschutz in Österreich?
In Österreich ja, als zwei getrennte Seiten. Das ist Pflicht und einer der häufigsten Gründe für Abmahnungen bei neuen Websites.
Wie lange dauert es, bis ich bei Google gefunden werde?
Indexiert wirst du meist innerhalb weniger Tage bis Wochen. Bis du für umkämpfte Begriffe vorne stehst, können einige Monate vergehen. Bei konkreten, lokalen Suchanfragen geht es deutlich schneller.
Kann ich meine selbst gebaute Website später von einer Agentur übernehmen lassen?
Ja, und das ist einer der Vorteile von Wix. Wir können auf deine bestehende Seite draufschauen, sie optimieren oder neu aufbauen, ohne dass du bei null anfängst.
Und jetzt du
Ganz schön viele Infos oder? Falls du gerade etwas überfordert bis, kannst du dir einfach ein gratis Erstgespräch mit uns buchen. Mila Panic analysiert persönlich mit dir deine aktuelle Situation und Ziele und sagt dir ehrlich, was der beste Weg für dich ist. Wir freuen uns dich auf deinen Weg begleiten zu dürfen!


